Nationen zu Jünger

In Matthäus 28,19 lesen wir diesen erstaunlichen Vers: Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu bewahren, was ich euch geboten habe. Dieser Vers gewinnt zunehmend an Bedeutung, und deshalb wollen wir verstehen, was genau gemeint ist.

Ich bin seit 35 Jahren eine Nachfolgerin von Jesus Christus, und bis zu diesem Zeitpunkt habe ich vorwiegend gehört, dass wir Menschen zur Bekehrung führen sollen. Das ist nach wie vor richtig, aber ist das wirklich alles? In diesem Vers lesen wir nichts von Bekehrten, sondern wir lesen von Jüngern, Nachfolgern von Jesus Christus. Ein Jünger zu sein bedeutet sehr viel mehr als sich zu bekehren. Es heisst, zu einem Menschen zu werden, der wirklich leben und handeln will, wie Jesus das getan hat. Es bedeutet auch, die Stimme des Geistes zu hören, denn nur so können wir Gottes Willen erkennen. Das Wort allein genügt nicht, wir müssen auch im Geist hören.

Wenn wir Menschen zu Jüngern machen wollen, haben wir ein definiertes Ziel, nämlich ihre Reife. Erst in der Reife wird ein Jünger im grossen Stil wirksam, trägt seine Verantwortung, ist kühn und bereit, die Schritte zu tun, die Gott ihm aufgetragen hat. Es sind die geistlichen Väter und Mütter, die sich unermüdlich in Menschen investieren, um sie zur Reife zu bringen.

Wie macht man aber Nationen zu Jüngern? Wie ist eine Nation, wenn sie ein Jünger von Jesus Christus ist? Ich glaube, davon sind wir noch weit entfernt, aber das ist Teil unseres Auftrags! Eine Nation als Jünger von Jesus ist eine gottesfürchtige Nation, eine Nation, in der auch die Regierenden und Führenden Jesus Christus als Herrn des Himmels und der Erde anerkennen. Gleichzeitig anerkennen sie auch Israel als das auserwählte Volk Gottes. Das heisst aber nicht, dass alle sich bekehrt haben müssen. In Matt 25, ab Vers 31 lesen wir über das Gericht der Nationen. Gott wird am Ende die Nationen richten. Es wird Schafnationen und Ziegenbocknationen geben. Nur die Schafnationen gehen ein in sein Reich. Die Ziegenbocknationen werden ein schlimmes Gericht erleben.

Das kann uns nicht gleichgültig sein! Von ganzem Herzen bete ich gerade für unser Land, unsere Bevölkerung, dass es zu einer Schafnation wird. Dazu lade ich ein!

Erika Steiner

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