«Ich meine es ernst!»

Seit vielen Jahren beschäftigen mich Verheissungen und prophetische Worte, die Gott mir gegeben hat. Nicht bei allen sehe ich, wie sie zur Erfüllung kommen. Einige habe ich sogar vergessen oder vielleicht gar nie so ernst genommen. Weshalb haben sie sich nicht erfüllt? Hat Gott mein Gebet nicht erhört, als ich betete, dass das Verheissene sichtbar wird? Oder woran liegt es? Bin ich vielleicht nicht die richtige Person für diesen Auftrag? Oder war das prophetische Wort von Anfang an falsch? Fragen über Fragen, die Zeit vergeht und nichts geschieht.

In den letzten Monaten durfte ich viel dazu lernen. Und tatsächlich, wenn Gott etwas sagt, meint er es ernst! Es macht ihn äusserst glücklich, wenn wir seine Worte auch ernst nehmen. Das wäre bereits der erste notwendige Schritt, damit sich unsere Prophetien erfüllen können.

Wenn ich den Christen zuhöre, stelle ich fest, dass Fragen und Unsicherheiten im Umgang mit Verheissungen und Prophetien sehr verbreitet sind. Dieser Not gilt es zu begegnen. Denn, wenn Gott zu uns spricht, sagt er nichts anderes als: «das ist mein Ziel für dein Leben, dazu möchte ich dich brauchen, damit mein Reich auf der Erde gebaut wird.» Ja, aber haben wir nicht einen freien Willen bekommen? Genau, und manchmal stellt uns unser freier Wille ein Bein und wir achten nicht auf Gottes Willen. Dabei ist unser freier Wille gerade für die Entscheidung, Gottes Willen zu tun, die Voraussetzung.

Es gibt verschiedene Schritte, die notwendig sind, damit sich unsere Prophetien erfüllen. Sie müssen allesamt von uns persönlich getan werden! Einfach dafür zu beten, dass sich die Prophetie erfüllt, bringt kaum etwas! Wir sind in einer Zubereitungszeit und müssen Gott immer wieder fragen, was unsere Schritte auf dieses Ziel hin sein sollen. Der Durchbruch in die sichtbare Erfüllung kommt aber am Ende durch Gott, das ist nicht mehr unsere Sache.

Vor vielen Jahren sprach Gott zu mir und zu anderen Menschen immer wieder über ein Ziel, das er mit mir erreichen wollte. Es sah gross aus und ich hielt es gern ein bisschen auf Distanz. Einmal beschäftigte mich die Sache dennoch stark. Jetzt wollte ich Klarheit. Gerade richtete ich mich ein zu bügeln, währenddem ich jeweils GOD TV schaute. Ich kam auf eine Sendung, und die ersten Worte, die ich hörte, waren: «Wenn du es willst, kannst du es haben!» Dieser Satz war wie ein Brief vom Himmel und ich wusste, ich muss Gott eine Antwort geben. Ich kannte Gottes Willen und entschied mich bewusst für seinen Willen. Jetzt begann die Sache sich zu entwickeln und eines Tages kam dann tatsächlich der Durchbruch.

Erst viel später wurde mir klar, dass meine Entscheidung, mein Ja zum Auftrag von Gott immer das Erste sein musste. Denn tatsächlich, Gott meint es ernst, wenn er zu uns spricht, und er möchte unser Ja!

November 2017 / Erika Steiner

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