Forum zur apostolischen Kultur, zum Bund und zum Individualismus

Im Vorfeld des Anlasses in Zürich zeigte sich, dass Worte wie Apostel, Bund und Individualismus manchen noch nicht viel sagen. Dennoch sind diese Begriffe hochaktuell und im weltweiten Leib Christi wird oft darüber gesprochen. Erstaunlicherweise finden wir dies alles bereits zu Zeiten von Jesus und seinen Aposteln.

Die Apostel waren im Reich Gottes die Ersten, die als solche bezeichnet wurden. Dieser römische Begriff bedeutet «Gesandter mit hoher Autorität, der in einem neu erworbenen Gebiet die ganze Kultur römisch macht: Strassen, Sprache, Schulen.» Und genauso wollte Jesus, dass seine Apostel die Kultur verändern, so dass diese mehr dem Himmel als der Hölle gleicht. Noch heute haben wir hier sehr viel zu tun.

Wir hörten in den verschiedenen Referaten aber auch, wie sehr sich ein Apostel in Menschen investiert; sie fördert, ihnen Vater oder Mutter ist und sie so in ihre Bestimmung führt, damit sie gar über den Vater, die Mutter, hinauswachsen dürfen. Mit vielen persönlichen Zeugnissen illustrierte die Referentin Susanne Meier die Wirkung dieses Dienstes äusserst attraktiv.

In unserer Kultur ist ein Bund immer noch etwas Theoretisches und wird eher weniger aktiv gelebt. Dabei ist doch das Leben in einem Bund, bei dem es um das Wohl aller geht, eine starke Alternative zu Egoismus, Individualismus und Unabhängigkeit, zum Ausnutzen anderer für eigene Ziele und zu vielem mehr! Vorbei sind Überlegenheitsdenken, gieriges Verhalten, das Bestehlen anderer und die Einsamkeit. Dafür findet man im Bund die Annahme in Gott, die Liebe zu Gott und die Wertschätzung und die Liebe füreinander.

So war es immer Gottes Plan und Wunsch, aber der Mensch strebte immer wieder danach, frei von allen Vorschriften und Werten selber Gott zu sein. Was also bleibt uns zum Schluss als einmal mehr zu staunen über Gottes geniale Wege.

Erika Steiner

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